ChangXin Memory Technologies (CXMT) stellte am 10. Oktober 2026 in Shanghai Fortschritte bei seiner 4F²-DRAM-Forschung vor und peilt bis Ende des Jahres einen DDR5-RDIMM für Server an. Der geplante Speicher soll 4F²-DRAM mit Hybrid Bonding verbinden; so beschreibt es DRAMX in seinem Bericht über die Veranstaltung. DRAMX zufolge nannte CXMT dort weder detaillierte Hardwaredaten noch einen genauen Einführungstermin.
CXMT plant ein registriertes DDR5-DIMM für Server
Ein RDIMM ist ein registriertes DIMM, also ein Speichermodultyp für Server. CXMTs Ziel ist laut dem Bericht die Einführung eines Moduls der nächsten Generation bis Ende 2026. Hybrid Bonding soll Teil des Designs sein.
Der Termin bleibt ein Plan. Für Server-RDIMMs zählen neben dem Speicherzellen-Entwurf auch Dauerbetrieb und Kompatibilität: DRAMX beschreibt den durchgehenden Betrieb rund um die Uhr und Hunderte Tests mit CPUs und Mainboards als Anforderungen dieser Produktklasse. Das sind Anforderungen an Servermodule, keine Testergebnisse für CXMTs geplantes Produkt.
Der Plan betrifft DDR5-Serverspeicher und ist von HBM zu unterscheiden. Aus dem RDIMM-Ziel folgt keine direkte Aussage über HBM-Versorgung. NeoTeo hat die HBM-Lage bei Chinas KI-Beschleunigern bereits gesondert eingeordnet.
Was 4F² gegenüber 6F² ändert
Die Angaben 4F² und 6F² beziehen sich auf die Fläche einer DRAM-Speicherzelle im Layout. F steht dabei für die minimale Strukturgröße des Fertigungsprozesses. TradingKey beschreibt 6F² als konventionellen Vergleich und berichtet für 4F² von einer theoretischen Verringerung der Zellfläche um etwa ein Drittel. Der Beitrag führt außerdem eine Schätzung von rund 30 Prozent durch Morningstar-Analyst Jing Jie Yu an. TradingKey beschreibt auch CXMTs Transistoransatz: vertikale Transistoren mit umlaufendem Gate (VSG).
| DRAM-Zelllayout | Flächenmaß im Vergleich |
| Konventionelle DRAM-Referenz | 6F² |
| CXMTs berichteter Forschungsansatz | 4F² |
Der Flächenvergleich betrifft die einzelne Speicherzelle. Er sagt für sich genommen nichts über die Kapazität eines fertigen Moduls oder die Ausbeute in der Fertigung aus.
Vom Forschungsfortschritt zum Serverprodukt
DRAMX zufolge veröffentlichte CXMT 2021 eine Facharbeit zur 4F²-Architektur und legte 2023 sowie 2025 weitere Forschungsergebnisse vor. Der Fortschrittsbericht vom 10. Oktober 2026 steht damit in einer längeren Forschungsfolge; er ersetzt keine Prüfung des geplanten Moduls unter Produktions- und Serverbedingungen.
TradingKey führt stabile Massenfertigung und Kundenqualifizierung als entscheidende Hürden an. Erst wenn ein Modul die Anforderungen an Ausbeute und Kompatibilität erfüllt, lässt sich sein praktischer Wert für Serverkunden beurteilen.
Am 12. Oktober meldete TradingKey Kursrückgänge von 4,70 Prozent bei Micron Technology und 4,20 Prozent bei SK Hynix im zeitlichen Umfeld der CXMT-Nachricht.