OpenPort Labs veröffentlichte am 16. Oktober 2026 die Version v0.0.1cx von Galaxy-Android, einem inoffiziellen nativen Android-Port von Super Mario Galaxy. Das Projekt richtet sich an Android-Geräte mit 64-Bit-ARM-Prozessor und beschreibt Galaxy-Android ausdrücklich als Port statt als Emulator. Die Release-Seite nennt einen einheitlichen Installer, Touch-Steuerung, direkte Fingerführung des Sternen-Zeigers sowie Bluetooth- und USB-Gamepads.
Was Galaxy-Android ist
Galaxy-Android überträgt das Wii-Spiel Super Mario Galaxy auf Android. Das Projekt von OpenPort Labs ist nicht offiziell mit Nintendo verbunden. Der Port richtet sich an Geräte mit der Android-Architektur arm64-v8a; sein Code basiert laut Projektbeschreibung auf rekonstruiertem C++-Quellcode.
Die Projektseite listet v0.0.1cx mit dem Veröffentlichungszeitpunkt 16. Oktober 2026, 03:20 GMT. Die Versionsnummer bezeichnet den Stand des Ports, nicht eine Android-Veröffentlichung von Nintendo.
Welche Anforderungen das Projekt nennt
Das Installationshandbuch von Galaxy-Android nennt Android 11 oder neuer, einen 64-Bit-ARM-Prozessor und mindestens 3 GB Arbeitsspeicher. Als Empfehlung stehen dort 4 GB RAM oder mehr. Für den Speicherplatz rechnet das Projekt je nach Auswahl der Filmsequenzen mit unterschiedlichen Größen:
| Anforderung | Angabe des Projekts |
| Android-Version | Android 11 oder neuer (API 30+) |
| Prozessorarchitektur | 64-Bit-ARM (arm64-v8a) |
| Arbeitsspeicher | mindestens 3 GB; 4 GB oder mehr empfohlen |
| Speicherplatz ohne Filmsequenzen | etwa 2,5 GB |
| Speicherplatz mit Filmsequenzen | etwa 5 GB |
Disc-Abbild, Installation und Steuerung
Für die Installation ist ein selbst erstelltes, rechtmäßig ausgelesenes Abbild der originalen Wii-Spiel-Disc erforderlich. Das Handbuch führt die Formate .rvz, .wbfs, .iso, .wia, .ciso und .zip auf. Die Umwandlung kann direkt auf dem Android-Gerät stattfinden: Galaxy-Android installieren, Speicherzugriff erlauben, das Disc-Abbild im Disc Cooker auswählen, Filmsequenzen ein- oder ausschließen und die Spieldaten erstellen lassen. Das Projekt schätzt diesen Vorgang gewöhnlich auf ein bis drei Minuten; anschließend startet das Spiel automatisch.
Laut Steuerungsanleitung lässt sich die Spielfigur per Touchscreen bewegen. Den Sternen-Zeiger steuert man durch Ziehen mit dem Finger, über die Gyrosteuerung oder bei einem angeschlossenen Gamepad mit dem rechten Analogstick. Unterstützt werden Bluetooth- und USB-Gamepads.
Was die Leistungsberichte zeigen
Android Authority berichtete am 15. Oktober 2026 über einen frühen Build. Der Autor Hadlee Simons beobachtete bei zwei getesteten Geräten fehlende Spielfiguren. Zugleich beschrieb Android Authority die Leistung auf einem ANBERNIC RG 55G1 mit Snapdragon G1 Gen 2 als spielbar und das Spiel auf einem Redmi Note 17 Pro Max mit Snapdragon 6 Gen 5 als sehr flüssig. Für diese beiden Eindrücke nannte der Bericht keine gemessenen Bildraten. Er bezog sich auf einen frühen Build, nicht auf v0.0.1cx.
Android Authority zufolge war der frühe Build standardmäßig auf 1080p und eine Obergrenze von 60 Bildern pro Sekunde eingestellt. Diese Einstellungen beschreiben weder eine dauerhaft erreichte Bildrate noch die Leistung jedes Geräts. Im Diskussionsfaden zu v0.0.1cx schilderten Nutzer unter anderem Abstürze, einen schwarzen Bildschirm, Grafikfehler und Probleme mit der Eingabe; andere berichteten von besserer Leistung oder davon, das Spiel starten zu können. Die Erfahrungen beziehen sich auf unterschiedliche Geräte und Builds.