In der am 5. Oktober veröffentlichten Folge seines KOJI10-Podcasts soll Hideo Kojima gemischte Gefühle zu DLSS 5 geäußert haben. Seine Sorge: Eine KI könnte kreative Entscheidungen verändern, ohne zu verstehen, warum sie getroffen wurden. Wenn er den KI-Einsatz in seiner eigenen Arbeit selbst steuere, könne das für ihn anders sein.
Kojimas Sorge gilt der schöpferischen Absicht
Kojima soll seine Bedenken nicht auf Spiele beschränkt haben. Als Beispiele führte er die Restaurierung älterer Filme in 4K und Audio-Remastering an: Automatische Bearbeitung könnte Entscheidungen verändern, die ein Urheber bewusst getroffen hat. Eine bestimmte Lichtsetzung etwa sei nicht beliebig, sondern habe ihren Grund.
Damit richtet sich seine Kritik nicht pauschal gegen jede KI-Nutzung. Entscheidend ist für ihn offenbar, ob ein Urheber die Kontrolle über den Einsatz behält. KI in eigener Arbeit selbst zu steuern, könnte er anders bewerten als Veränderungen an einem Werk, deren gestalterische Absicht das System nicht versteht.
Was das Beispiel Death Stranding 2 betrifft
Kojima sprach über Reaktionen auf DLSS-5-Bilder im Zusammenhang mit Death Stranding 2. Am 5. Oktober war für das Spiel keine offizielle DLSS-5-Unterstützung angekündigt.
NVIDIAs angekündigter DLSS-5-Kontext
NVIDIA bezeichnet DLSS 5 als „3D-Guided Neural Rendering“. Als Grundlage dient laut dem Unternehmen ein bereits von der Spiel-Engine gerendertes Bild; das Verfahren soll Licht- und Materialdetails ergänzen. NVIDIA beschreibt außerdem Entwickleroptionen für die Modellauswahl, die Intensität und Masken, mit denen sich bestimmte Bildbereiche steuern lassen.
In seiner Ankündigung vom 1. September nannte NVIDIA NBA 2K27 als DLSS-5-Starttitel für GeForce RTX 50 Series Desktop-Grafikkarten und Laptops. Auch GeForce NOW führte das Unternehmen auf. Einen anderen technischen Aspekt beleuchtet NeoTeos frühere Einordnung zur Leistungsaufnahme von DLSS 5 auf der RTX 5090.
Frühere Äußerungen in anderem Zusammenhang
2025 soll Kojima die Bedeutung von KI mit dem Übergang von 2D- zu 3D-Spielen verglichen und KI als mögliche Hilfe für effizienteres Arbeiten beschrieben haben. Im Juni 2026 soll er gesagt haben, dass er sich nicht für KI interessiere. Diese Äußerungen fielen in unterschiedlichen Zusammenhängen; seine jüngsten Bedenken zu DLSS 5 bezog er auf die Kontrolle über kreative Entscheidungen.