NVIDIA kündigte am 22. September 2026 für RTX Mega Geometry SDK 2.0 Streaming für kontinuierliche Detailstufen-Cluster an. Die Entwicklerfunktion ist für hochdichte Meshes gedacht: Statt die gesamte Geometrie gleichzeitig im Grafikspeicher (VRAM) zu halten, lädt Cluster LOD ausgewählte Dreieckscluster aus einer vorberechneten Detailstufen-Hierarchie bei Bedarf nach.
NVIDIA erweitert RTX Mega Geometry um Cluster-Streaming
Ein Mesh ist ein 3D-Modell aus verbundenen Flächen. Bei sehr detailreichen Szenen kann deren Geometrie den verfügbaren VRAM übersteigen. Cluster LOD fasst Dreiecke deshalb in Gruppen zusammen, wählt passende Gruppen aus einer kontinuierlichen Hierarchie aus und streamt sie in den Speicher.
Das RTXMG-SDK ist ein Entwicklerwerkzeug mit Beispielcode, keine Grafikkarte und kein eigenständiges Spiel. Das Beispiel enthält neben Cluster LOD auch Cluster Tessellation: Dieser separate Pfad unterteilt und verformt Unterteilungsflächen während der Laufzeit.
Speicherbudgets im RTXMG-Beispiel
Für Cluster LOD sieht das Beispiel drei anpassbare Standardbudgets vor. CLAS steht für Beschleunigungsstrukturen für Cluster, die beim Raytracing gebraucht werden.
| Ressource | Standardbudget | Anpassbar? |
| Gestreamte Geometrie | 2.048 MB | Ja |
| Beschleunigungsstrukturen für Cluster (CLAS) | 2.048 MB | Ja |
| Materialtexturen | 4.096 MB | Ja |
Zorah zeigt die Größenordnung des Beispiels
Das Zorah-Asset umfasst laut NVIDIA 1,6 Milliarden eindeutige und 18,9 Milliarden instanzierte Dreiecke sowie 2.034 Meshes und 4.357 Texturen. Der Download ist 70 GB groß; entpackt belegt das Asset 31 GB mit Meshdaten und 48 GB mit Texturen. Beim ersten Aufbau der Detailstufen-Hierarchie kann der Arbeitsspeicherbedarf laut NVIDIA auf bis zu 64 GB steigen.
Für eine Innenhofszene nennt NVIDIA eine GeForce RTX 5090, 4K-Auflösung und DLSS Quality. In dieser Beispielkonfiguration umfasst die dargestellte Szene 56 Millionen eindeutige und 778 Millionen instanzierte Dreiecke; der Messwert liegt bei 15,5 ms pro Frame. Für das Mesh waren 1,5 GB, für CLAS 2,3 GB im Speicher. Das sind Werte des Zorah-Beispiels, keine allgemeine Leistungsangabe für Spiele.
Das Beispiel-SDK setzt Windows 10, eine NVIDIA-RTX-GPU mit mindestens 10 GB VRAM, GeForce Game Ready Driver 570 oder neuer sowie DirectX Raytracing 1.1 oder neuer voraus. Der Beispielcode unterstützt DX12 und Vulkan; derzeit gibt es dafür nur Windows-Builds.
Gears of War: E-Day nutzt Mega Geometry
NVIDIA bestätigt RTX Mega Geometry für Gears of War: E-Day, nennt für die Integration aber keine SDK-Version. Die gezeigten Modi machen den Einsatz der Technik im Spielkontext anschaulich.