Oracle legte am 2. November 2026 Konditionen für Wertpapierangebote über insgesamt rund 20 Milliarden US-Dollar fest: etwa 10 Milliarden Dollar in Stammaktien und ebenso viel in vorrangigen Schuldverschreibungen. Die Mitteilung zu den Konditionen nennt für beide Abschlüsse den 4. November als erwarteten Termin, vorbehaltlich üblicher Bedingungen. Die Angebote sollten unabhängig voneinander abgeschlossen werden können.

Aktienverkauf und fünf Anleihetranchen

Oracle bot 86.206.897 Stammaktien zu je 116 US-Dollar an. Der erwartete Nettoerlös aus dem Aktienverkauf lag bei rund 9,9 Milliarden US-Dollar. Eine Ausgabe neuer Aktien kann die prozentuale Beteiligung bestehender Aktionäre verwässern.

Die weiteren rund 10 Milliarden US-Dollar entfielen auf fünf festverzinsliche Anleihetranchen. Der Kupon bezeichnet den festen Zinssatz der Anleihe; die Fälligkeit nennt das Jahr, in dem die Anleihe endet.

NennbetragJährlicher KuponFälligkeit
2,00 Mrd. US-Dollar7,000 %2029
1,75 Mrd. US-Dollar7,450 %2031
2,25 Mrd. US-Dollar7,850 %2033
2,50 Mrd. US-Dollar8,000 %2037
1,50 Mrd. US-Dollar8,650 %2046

Oracle veranschlagte für die Anleihen einen Nettoerlös von rund 10,0 Milliarden US-Dollar. Die Schuldverschreibungen sind unbesichert und vorrangig. Sie stehen im Rang gleichauf mit anderen unbesicherten, nicht nachrangigen Schulden von Oracle, sind Verbindlichkeiten von Tochtergesellschaften und besicherten Schulden gegenüber aber wirtschaftlich nachrangig.

Wofür Oracle die Erlöse vorsah

Oracle nannte allgemeine Unternehmenszwecke als Verwendung der Erlöse. Dazu könnten Investitionsausgaben, Schuldentilgung, Investitionen oder Übernahmen, Dividenden und Aktienrückkäufe gehören. Reuters berichtete, Oracle habe sich verpflichtet, bis zum Geschäftsjahr 2030 höchstens weitere 20 Milliarden US-Dollar für KI zu beschaffen. Dieser Betrag entspricht dem Umfang des bepreisten Finanzierungspakets; Oracles formale Erlösangabe umfasst zugleich mehrere allgemeine Unternehmenszwecke.

Oracles Prospekt beziffert die konsolidierten Verbindlichkeiten zum 31. August 2026 auf 236,1 Milliarden US-Dollar, darunter 125,3 Milliarden US-Dollar an unbesicherten vorrangigen Kreditaufnahmen. Eine ausführlichere Einordnung der Kreditaufnahmen zum selben Stichtag bietet unser Bericht zu Oracles Bilanz. Die Angaben zu Rang und Bilanz stammen aus dem Prospektzusatz bei der US-Börsenaufsicht SEC.

Was die Börsenmeldungen zum 2. November zeigen

Reuters meldete für den vorbörslichen Handel am 2. November einen Rückgang der Oracle-Aktie um 3,5 Prozent. Für den späteren Handelsverlauf an diesem Tag berichtete CNBC von einem Minus von 8,8 Prozent und The Next Web von 8,6 Prozent. Die 3,5-Prozent-Angabe bezieht sich auf den Handel vor Börsenöffnung; die beiden anderen Berichte nennen spätere Werte desselben Handelstags.