Speclizer berichtet, dass Sony Interactive Entertainment die Veröffentlichung seines inoffiziellen Multiplayer-Mods für The Last of Us Part II Remastered auf PC stoppen wollte. Der für September 2026 geplante öffentliche Start fand deshalb nicht statt. Das Projekt war zu diesem Zeitpunkt weit über einen simplen Technikversuch hinaus: Es zeigte Matchmaking, Loadouts, synchronisierte Animationen, fünf Karten, Ranglisten und einen Rucksack-Laden.

Was mit dem Mod passiert ist

Speclizer sagt, Sony Interactive Entertainment habe einen Brief geschickt und darin gefordert, den Mod nicht zu veröffentlichen. Damit endete der geplante öffentliche Start des Projekts im September 2026.

Vom Experiment zum geplanten Start

Frühe technische Architektur des experimentellen Mods

Das Projekt begann laut Speclizer im Januar 2026 als technisches Experiment. In der frühen Phase gab es ausdrücklich noch keinen Plan für eine öffentliche Veröffentlichung. Gezeigt wurden unter anderem Test-Clients, eine auf Nichtspielerfiguren basierende Spielerfigur, Peer-to-Peer-Netzwerkfunktionen und ein sogenanntes Demeanor-System für Bewegungs- und Animationszustände.

Diese frühe Zielsetzung änderte sich im weiteren Verlauf. Für September 2026 war später ein öffentlicher Start geplant. Das ist kein Widerspruch, sondern beschreibt zwei Entwicklungsphasen: erst ein Versuch, die Multiplayer-Grundlagen technisch zum Laufen zu bringen, dann ein Projekt mit konkreter Veröffentlichungsabsicht.

In einem am 22. August 2026 veröffentlichten Video zeigte Speclizer einen deutlich umfangreicheren Entwicklungsstand. Das Video ist kein Beleg für eine fertige oder öffentlich betriebene Version, macht aber sichtbar, wie stark sich das Projekt seit Januar weiterentwickelt hatte.

Diese Funktionen zeigte der spätere Build

Der spätere Entwicklungsstand mit Matchmaking, Loadouts und Multiplayer-Oberfläche

Der spätere Entwicklungsstand verband typische Multiplayer-Bausteine mit Systemen aus The Last of Us Part II. Öffentliches Matchmaking sollte Spieler ohne manuelle Netzwerkkonfiguration zusammenbringen. Dazu kamen Ausrüstung, Waffen, Fähigkeiten und eine Benutzeroberfläche für laufende Partien.

SystemGezeigtes Detail
Öffentliches MatchmakingSpieler konnten einer öffentlichen Partie beitreten, ohne das Netzwerk manuell einzurichten.
LoadoutsPrimär- und Sekundärwaffen, kaufbare Waffen und Fähigkeiten ließen sich auswählen.
Waffen und AusrüstungDie Ausrüstung war Teil der Konfiguration vor und während einer Partie.
AnimationenBewegungen wurden zwischen den Spielern synchronisiert; dafür orientierte sich Speclizer an Factions und Uncharted 4.
KartenZu sehen waren School, Seraphite Camp, Resort, Gas Station und Houses.
RanglisteDie Oberfläche zeigte unter anderem Parts, Downs, Exekutionen, Tode, Wiederbelebungen, Teams und Eingabegeräte.
Rucksack-LadenEin Menü zum Kauf von Ausrüstung innerhalb der Partie war zu sehen.

Warum das Projekt Aufmerksamkeit bekam

Der Mod traf auf ein Publikum, das bereits auf einen Multiplayer-Ableger von The Last of Us gewartet hatte. Naughty Dog kündigte The Last of Us Online am 14. Dezember 2023 ab, um sich auf Einzelspieler-Spiele zu konzentrieren. Dieses offizielle Projekt und Speclizers Mod waren voneinander getrennt: Das eine war ein Naughty-Dog-Projekt, das andere eine inoffizielle PC-Erweiterung eines Fans.

Gerade diese Lücke erklärt, warum die Demonstrationen mehr waren als ein gewöhnlicher Modding-Versuch. Sie zeigten, wie ein einzelner Entwickler Matchmaking, Spielerfiguren, Animationen, Ausrüstung und Partien in eine bestehende Einzelspieler-Umgebung integrieren wollte. Das ersetzt kein offizielles Spiel — es macht aber sichtbar, welche Richtung die Community vermisst.

Was Spieler jetzt wissen können

Der geplante öffentliche Start des Mods fand im September 2026 nicht statt. Eine bestätigte Möglichkeit, The Last of Us Part II Remastered auf PC mit diesem Fan-Multiplayer zu spielen, gibt es daher nicht.

Speclizer kündigte nach dem Ende des Projekts ein vollständig eigenes nächstes Vorhaben an, das nicht auf Sonys geistigem Eigentum basieren soll.