Für ein neues Android-Handy kannst du WhatsApp-Chats aus einem Google-Drive-Backup wiederherstellen oder sie während der Einrichtung per WLAN vom alten Android-Gerät übertragen. Auf dem iPhone liegt das Cloud-Backup in iCloud. Für eine Wiederherstellung brauchst du die Telefonnummer und das Konto, mit denen das Backup erstellt wurde.
Cloud-Backup oder Übertragung vom alten Android-Handy?
Ist dein altes Android-Handy noch verfügbar und enthält es die Chats, bietet die Android-Einrichtung neben dem Cloud-Backup auch eine Übertragung per WLAN an. Für eine Wiederherstellung aus der Cloud brauchst du dagegen Zugriff auf das passende Konto. Google weist darauf hin, dass WhatsApp eine erfolgreiche Übertragung nicht garantiert.
| Weg | Woher der Chatverlauf kommt | Voraussetzung | Wichtig zu wissen |
| Android: Cloud-Wiederherstellung | Google-Konto und Google Drive | Dieselbe Telefonnummer und dasselbe Google-Konto wie beim Backup | Nachrichten nach dem letzten Backup fehlen in diesem Sicherungsstand. |
| iPhone: Cloud-Wiederherstellung | iCloud | Dieselbe Telefonnummer und derselbe Apple-Account wie beim Backup | Die Wiederherstellung greift auf das iCloud-Backup zu. |
| Android: WLAN-Übertragung | Das alte Android-Handy | Das alte Gerät ist bei der Einrichtung des neuen Android-Handys verfügbar. | Alte und neue Chatverläufe lassen sich nicht zusammenführen. Der alte Verlauf ersetzt neuere Chats auf dem Zielgerät. |
Google beschreibt die WLAN-Übertragung und die Cloud-Wiederherstellung als Optionen bei der Einrichtung eines neuen Android-Handys. Wer auf dem Zielgerät bereits neue Chats hat, sollte die Konsequenz beachten: Bei einer Wiederherstellung des alten Verlaufs werden diese nicht mit den alten Chats zusammengeführt. Google erklärt die WhatsApp-Übertragung auf ein neues Android-Gerät.
WhatsApp-Chats sichern
Bei Android wird das Cloud-Backup mit einem Google-Konto in Google Drive gespeichert; beim iPhone ist es ein iCloud-Backup. Öffne in WhatsApp die Einstellungen für den Chatverlauf und die Chatsicherung. Dort kannst du ein Backup anstoßen oder einen Sicherungsrhythmus wählen. Auf Android lässt sich außerdem festlegen, ob Videos mitgesichert werden.
Beim Android-Tutorial von Respondia führt der Weg in WhatsApp über Einstellungen → Chats → Chat-Backup. Das Video zeigt die Android-Oberfläche und ist auf Spanisch.
Ein Cloud-Backup wiederherstellen
- Melde dich mit dem passenden Cloud-Konto an. Nutze auf Android das Google-Konto, in dem das Backup liegt; auf dem iPhone den Apple-Account mit dem zugehörigen iCloud-Backup.
- Verwende dieselbe Telefonnummer wie beim Backup. WhatsApp verlangt, dass die Nummer für Sicherung und Wiederherstellung übereinstimmt.
- Starte WhatsApp auf dem neuen oder zurückgesetzten Gerät und wähle beim Einrichten die Wiederherstellung. Die Option erscheint während der Einrichtung. Auf Android beschreibt Google auch die Übertragung vom alten Handy als Alternative zum Cloud-Backup.
- Plane auf Android genügend freien Gerätespeicher ein. Laut WhatsApps Anleitung zur Wiederherstellung des Chatverlaufs muss der freie Speicher größer als das Backup sein; bei zu wenig Speicher kann die Wiederherstellung unvollständig bleiben.
Hast du die Wiederherstellung bei der Android-Einrichtung übersprungen, beschreibt Google als erneuten Versuch, WhatsApp zu deinstallieren und neu zu installieren. Dabei kann der alte Verlauf neuere Chats auf dem Zielgerät ersetzen. Sichere deshalb wichtige neue Unterhaltungen, bevor du diesen Weg wählst.
Was das Backup enthält und was fehlen kann
Eine Wiederherstellung bringt den Stand des letzten Backups zurück. Nachrichten, die danach gesendet oder empfangen wurden, lassen sich aus diesem Sicherungsstand nicht wiederherstellen. Bei Google-Konto-Backups ersetzt jede neuere Sicherung die vorherige; WhatsApp nennt dafür nur ein Backup pro Google-Konto.
Videos kommen nur mit zurück, wenn „Videos einschließen“ vor dem Erstellen des Backups aktiviert war. Auf Android kann außerdem zu wenig freier Speicher dazu führen, dass nicht der gesamte Verlauf wiederhergestellt wird.
Verschlüsselte Backups schützen
Für ein Ende-zu-Ende-verschlüsseltes Backup brauchst du das dafür eingerichtete Passwort oder den 64-stelligen Schlüssel. WhatsApp kündigte am 30. Oktober 2025 Passkeys als weitere Möglichkeit an: Statt Passwort oder Schlüssel soll die Sicherung dann etwa per Fingerabdruck, Gesicht oder Displaysperrcode geschützt werden. WhatsApp beschrieb die Einführung damals als schrittweise über die folgenden Wochen und Monate.