AMD kündigte FSR Upscaling 4.1 für Radeon RX 6000 mit Adrenalin Edition 26.10.1 an. Tests mit der RX 6800 XT zeigen in mehreren Spielen klarere Bilder als mit älteren FSR-Versionen, aber teils niedrigere Bildraten. Ein separater Bericht zu Tests mit der RX 6950 XT beziffert den Rückgang gegenüber FSR 3.1 auf 13 bis 34 Prozent.

Wie AMD FSR 4.1 an RX 6000 anpasst

AMD gab die Unterstützung für die RX-6000-Serie am 20. Oktober 2026 bekannt. Laut AMD basiert die Umsetzung auf einem optimierten INT8-Modell, das ursprünglich für FSR Upscaling 4.1 auf RX-7000-Grafikkarten entwickelt wurde.

Welche Karten getestet wurden

Spielvergleiche mit FSR 4.1 auf der ASUS Dual Radeon RX 6600 8GB

HotHardware testete eine Radeon RX 6800 XT mit Adrenalin Edition 26.10.1 in Cyberpunk 2077, Hogwarts Legacy, Crimson Desert und Gears of War E-Day. Die separate Auswertung von Club386 fasst Tests von Hardware Unboxed mit einer RX 6950 XT in Mafia: The Old Country, Horizon Zero Dawn Remastered und Cyberpunk 2077 zusammen. Diese Tests liefen mit 3840 × 2160 Pixeln.

Ein englischsprachiges Video von PC Support & Gaming Test zeigt Spielvergleiche mit einer ASUS Dual Radeon RX 6600 8GB und Adrenalin Edition 26.10.1.

Hogwarts Legacy: fünf Modi auf der RX 6800 XT

Für Hogwarts Legacy nennt HotHardware Messwerte einer RX 6800 XT bei 3840 × 2160 Pixeln und der Voreinstellung Ultra. Die Tabelle vergleicht die durchschnittlichen Bilder pro Sekunde (FPS) mit den 1%-Low-FPS, einem Kennwert für die langsamsten Bildraten im Test.

ModusDurchschnittliche FPS1%-Low-FPS
FSR 2.1, Performance104,473,5
FSR 2.1, Quality79,258,8
FSR 4.1, Performance78,458,0
FSR 4.1, Quality66,352,1
Nativ, 4K / TAA High49,737,6

FSR 4.1 im Quality-Modus erreichte in diesem Test im Schnitt 66,3 FPS, gegenüber 49,7 FPS bei nativer 4K-Auflösung. HotHardware bezifferte den Vorsprung auf 33 Prozent. FSR 2.1 kam im Quality-Modus auf 79,2 FPS und damit auf eine höhere Durchschnittsrate als FSR 4.1 Quality. Die Tabelle zeigt den Preis des neueren Modus in dieser konkreten Konfiguration: weniger FPS als FSR 2.1, aber mehr als die native Darstellung.

Bildqualität und Bildrate hängen vom Spiel ab

In Cyberpunk 2077 verglich HotHardware FSR 2.1 und FSR 4.1 bei gleicher Eingangsauflösung. FSR 2.1 lief schneller; die Tester bewerteten das Bild von FSR 4.1 als klarer und beobachteten weniger Ghosting und Bildfehler. An spiegelnden, schräg verlaufenden Objekten blieb jedoch sichtbares Aliasing. Getestet wurde sowohl in 4K mit Ultra-Einstellungen ohne Raytracing als auch in 2560 × 1440 Pixeln mit einer angepassten RT-High-Konfiguration: Raytracing-Reflexionen waren ausgeschaltet, Sonne und lokale Schatten eingeschaltet und die globale Beleuchtung auf Mittel gestellt.

In Crimson Desert verglich HotHardware FSR 4.1 Quality und Performance sowie Native AA. Der Tester bevorzugte Quality, weil eine geringere Renderauflösung in der getesteten Szene Beleuchtung und Schattierung veränderte. Native AA ging mit einem als klein, aber deutlich beschriebenen Leistungsverlust einher.

Für Gears of War E-Day meldete HotHardware im Test durchschnittlich 52,66 FPS bei 4K-Ausgabe und einer Mischung aus den automatischen Einstellungen Hoch und Ultra. Ein Wechsel der Skalierungsvoreinstellungen schien die Leistung kaum zu verändern; möglicherweise war dynamische Auflösungsskalierung aktiv.

Die RX-6950-XT-Auswertung fällt ebenfalls je nach Messung ins Gewicht: Club386 zufolge lag FSR 4.1 in den beschriebenen 4K-Tests 13 bis 34 Prozent hinter FSR 3.1. Die Einstellungen für die RX 6950 XT wurden reduziert, um die Basisbildrate besser anzugleichen. Club386 zufolge war die Bildqualität von FSR 4.1 dabei praktisch identisch mit der INT8-Ausgabe auf einer RX 7900 XTX und der FP8-Ausgabe auf einer RX 9070 XT und deutlich besser als mit FSR 3.1.

FSR 4.1 in Adrenalin aktivieren

HotHardware zufolge liegt der Schalter für AMD FSR Upscaling in den Grafik-Einstellungen von Adrenalin. Das Radeon Overlay kann anzeigen, ob FSR aktiv ist. Für den offiziellen Weg nennt HotHardware DirectX-12-Spiele; bei Spielen, die FSR direkt im Spielcode integrieren, lässt sich die Funktion möglicherweise nicht über den externen Bibliothekspfad überschreiben.