Die Generalitat de Catalunya stellte am 16. Oktober 2026 eine Strategie gegen Online-Betrug für die Jahre 2026 bis 2028 vor. Geplant sind ein KI-Assistent für die Website der Agència de Ciberseguretat de Catalunya und WhatsApp sowie eine separate virtuelle Polizeidienststelle für Online-Anzeigen. Die Generalitat beschreibt den Assistenten als Hilfe beim Erkennen digitaler Betrugsversuche und bei Fragen zur Cybersicherheit.
Drei Wege für Beratung und Meldungen
Die Angebote haben unterschiedliche Aufgaben: Der Assistent soll beraten und möglicherweise Betroffene an die Polizeidienststelle weiterleiten. Dort sollen Menschen Betrugsfälle online anzeigen können. Zusätzlich soll der telefonische 012-Support bei Fragen zu Betrugsanzeigen ausgebaut werden.
| Angebot | Aufgabe | Zugang |
| KI-Assistent | Bei der Erkennung digitaler Betrugsversuche helfen und Fragen zur Cybersicherheit beantworten | Website der Agència de Ciberseguretat de Catalunya und WhatsApp |
| Virtuelle Polizeidienststelle | Anzeigen wegen virtueller Betrugsdelikte online entgegennehmen | Online-Dienst der Mossos d’Esquadra |
| Telefonischer 012-Support | Fragen zu Betrugsanzeigen beantworten; das Angebot soll ausgebaut werden | Telefonnummer 012 |
Laut Generalitat könnte der Assistent Menschen, bei denen er einen möglichen Betrugsfall erkennt, direkt an die virtuelle Polizeidienststelle verweisen. Die Anzeige ist damit eine Aufgabe des separaten Polizeidienstes. Die Generalitat plante dessen Start ab November 2026. EL PAÍS berichtete, der Assistent solle ab Dezember 2026 starten; die Zeitung nannte außerdem verdächtige SMS, E-Mails und Webseiten als mögliche Inhalte, die Nutzer zur Prüfung einreichen könnten. Diese Zeitangabe und die genannten Eingabearten gehen auf den Bericht von EL PAÍS zurück.
Was WhatsApp-Nutzer schon beachten können
Die Agència de Ciberseguretat de Catalunya empfiehlt, dringende Geld- oder Bizum-Forderungen erst nach einer direkten Rückfrage zu erfüllen: Ruf die Person über eine bekannte Nummer an und prüfe, ob sie die Zahlung tatsächlich verlangt. Die Agentur rät außerdem, WhatsApp aktuell zu halten und die Bestätigung in zwei Schritten zu aktivieren. Teile deinen Bildschirm nicht mit einem unbekannten Anrufer; dabei könnte ein WhatsApp-Bestätigungscode sichtbar werden. Die Agentur erläutert diese Schutzmaßnahmen in ihrem WhatsApp-Ratgeber.