Iryo-Chef Fabrizio Favara soll am 5. Oktober 2026 im spanischen Senat vor LZB-Störungen auf der Strecke Madrid–Sevilla gewarnt haben. Laut La Razón bezeichnete er sie als das häufigste signaltechnische Problem auf der Strecke, abgesehen von außergewöhnlichen Ereignissen. Bei einer Unterbrechung der Signalverbindung zwischen Zug und Strecke könne ein Zug zum Stillstand kommen und lange bis zur Wiederaufnahme des Betriebs brauchen. Der Senat verzeichnet Favara für diesen Tag um 11 Uhr als Teilnehmer der Sitzung. La Razón datiert den Unfall von Urda auf den 28. Oktober.
Was über Favara und die LZB-Störungen berichtet wurde
LZB ist das auf der Strecke eingesetzte Zugschutz- und Signalsystem. La Razón zufolge sagte Favara, dass eine Unterbrechung der Verbindung zwischen Zug und Boden den Zug stoppen könne und die Wiederverbindung Zeit in Anspruch nehme. Seine Aussage bezog sich dem Bericht nach auf Störungen, die Iryos Fahrer auf der Strecke meldeten.
Der geplante Wechsel zu ERTMS Level 2
Das spanische Verkehrsministerium beschrieb am 25. April 2025 ein Erneuerungsprogramm für die gesamte Strecke mit einem Umfang von 700 Millionen Euro. Zu den Arbeiten gehörten neben der Signalisierung auch Gleise, Telekommunikation, Elektrifizierung, Infrastruktur und Schutzmaßnahmen. Zu diesem Zeitpunkt waren laut Ministerium 97 Prozent der Investitionen umgesetzt oder weit fortgeschritten. Die Einführung von ERTMS Level 2 sollte im restlichen Jahr 2025 und 2026 abgeschlossen werden. Zum Projektstand des Ministeriums
Installation und geplanter Betriebsstart
Canal Extremadura berichtete, die physische Installation von ERTMS sei im Juni 2026 abgeschlossen worden. Tests und betriebliche Erprobungen sollten dem spanischsprachigen Beitrag zufolge den Start des Betriebs auf Anfang 2027 verschieben. Bis dahin sollte die Strecke weiter mit LZB betrieben werden.