Am 14. Oktober 2026 protokollierte StorageReview drei abrupte Abschaltungen eines Surface Laptop Ultra während eines OpenBLAS-Rechenlaufs. Ein früheres Testgerät war bei derselben Last ebenfalls ausgefallen. Zugleich zeigen unabhängige Tests, dass die 128-GB-Konfiguration größere lokale KI-Modelle ausführen kann – bei kleineren Modellen war ein Laptop mit RTX 5090 jedoch schneller. StorageReview

Was die Tests zur lokalen KI zeigen

Dave Altavilla von Computerworld setzte Hermes mit Qwen3.8-27B ein, um Daten aus einer Excel-Tabelle auszuwerten und daraus einen formatierten Word-Bericht zu erstellen. Der Ablauf dauerte laut seinem Bericht ungefähr fünf Minuten; Hermes erzeugte und startete dafür Python-Skripte. Das war eine praktische Vorführung, kein standardisierter Benchmark. Computerworld

Kevin OBrien von StorageReview testete ein Surface Laptop Ultra mit 20-Kern-CPU, 6.144 GPU-Kernen und 128 GB gemeinsamem Speicher. Für seine KI-Läufe wies er der GPU 64 GB zu. Das Gerät führte gpt-oss:20b mit 12,8 GB und Qwen3.6-35B-A3B mit 21,1 GB aus; StorageReview meldete für diese Modelle eine Spanne von 58 bis 89 Tokens pro Sekunde. Die Tests zeigen, dass sich die große gemeinsame Speicherkapazität für Modelle nutzen lässt, die nicht in den Grafikspeicher vieler Laptops passen. StorageReview

Auch bei klassischen Rechenaufgaben veröffentlichte StorageReview Ergebnisse: Das Testgerät erreichte im Cinebench-2026-Multicore-Test 6.963 Punkte und kompilierte LLVM 21.1.4 in 206,4 Sekunden. Die Messungen erfolgten mit Windows 11 Pro 26H1 für Arm64, angeschlossenem Netzteil und der Leistungsoption „Best performance“.

Computerworlds Dave Altavilla berichtete außerdem über vorläufige KI-Benchmarks: Im UL Procyon AI Text Generation mit Phi 3.5 erzielte das Surface 2.703 Punkte, das Lenovo IdeaPad Pro 5 mit Core Ultra X9 388H 2.027. Bei MLPerf Flux 2 Klein 4B meldete er 26,97 Bilder pro Minute für das Surface und 9,96 für das Lenovo. Das sind Messungen aus Computerworlds Test, keine laborübergreifend abgestimmten Vergleichswerte.

Speicherplatz und Geschwindigkeit sind zwei verschiedene Vorteile

In StorageReviews Vergleich erzeugte das Razer Blade 16 mit seiner RTX 5090 bei den Modellen, die in dessen 24 GB Grafikspeicher passten, etwa 2,3-mal schneller Tokens. Für StorageReviews größere Tier-M-Tests reichte dieser Speicher dagegen nicht aus. Das Surface konnte mit seiner Speicheraufteilung das größere Modell ausführen, war bei passenden kleineren Modellen aber langsamer.

Damit hängt die Wahl vom Arbeitsablauf ab: Wer ein größeres Modell lokal laden muss, profitiert von der Speicherkapazität der 128-GB-Ausführung. Wer vor allem mit kleineren Modellen arbeitet und kurze Antwortzeiten priorisiert, sollte die höhere Geschwindigkeit der RTX 5090 in diesem Test berücksichtigen. Die Ergebnisse beziehen sich auf StorageReviews Geräte und Testbedingungen. Einen ergänzenden Blick auf den Plattformalltag bietet unser früherer Praxisbericht zu RTX Spark und lokaler KI.

Was beim OpenBLAS-Test geschah

StorageReview führte einen OpenBLAS-Test mit einer LU-Zerlegung in doppelter Genauigkeit und N = 20.000 aus. Nach einer vorangegangenen Rechenrunde mit N = 10.000 verlor das getestete Gerät dabei dreimal die Stromversorgung. Ein früheres Testgerät war laut StorageReview unter derselben Last ebenfalls ausgefallen; das zweite Gerät bestand einen späteren Wiederholungslauf.

Der Bericht beschreibt damit Abschaltungen an zwei Testgeräten bei einem bestimmten, anhaltenden All-Core-Arbeitslasttest. Die Geräte liefen auch andere Belastungstests: Ein 30-minütiger Cinebench-Dauerlauf endete beim getesteten Surface ohne Leistungseinbruch. StorageReview

Windows on Arm, Magnetic Connect und Stifteingabe

Das Surface Laptop Ultra läuft mit Windows 11 auf Arm64. Prism kann viele x86-Anwendungen übersetzen, doch bei spezieller Software, Treibern und manchen Spielen mit Anti-Cheat-Systemen kann die Kompatibilität eingeschränkt sein. Wer auf ein bestimmtes Arbeitsprogramm oder Spiel angewiesen ist, sollte dessen Unterstützung für Windows on Arm berücksichtigen. Computerworld

Beim Magnetic Connect sind Anschluss und Kabel zu unterscheiden: LTT Labs zufolge unterstützt der Laptop-Anschluss mit einem gewöhnlichen USB-C-Stecker USB4 mit bis zu 40 Gbit/s. Das mitgelieferte magnetische Kabel überträgt Daten dagegen über USB 2.0 und unterstützt USB Power Delivery. Für schnelle Datenübertragungen ist also ein separates gewöhnliches USB-C-Kabel erforderlich. LTT Labs

Der Touchscreen unterstützt Microsoft zufolge keine Eingabe mit Surface Pen oder Surface Slim Pen. Wer handschriftliche Notizen oder Zeichnungen per Surface-Stift machen möchte, sollte diese Einschränkung bei der Gerätewahl einplanen. Microsoft

Akkutests mit unterschiedlichen Methoden

Microsoft nennt bis zu 15 Stunden lokale Videowiedergabe und bis zu 12 Stunden aktive Webnutzung. Die Angaben beruhen auf Vorseriengeräten mit 64 GB Speicher und 1 TB SSD bei einer Bildschirmhelligkeit von 150 Nits. Für den Videotest lief eine 1080p-Datei mit 24 Bildern pro Sekunde in Windows Media Player; beim Webtest wurden zwölf Websites über mehrere Tabs aufgerufen. Microsoft

Computerworld maß in einem PCMark-Videowiedergabetest 14 Stunden und 35 Minuten. Da dieser Test ein anderes Verfahren nutzte, lässt sich sein Ergebnis nicht direkt mit Microsofts Laufzeitangabe gleichsetzen. Computerworld