Ein am 29. September veröffentlichter Testbericht zu einer inoffiziellen DLSS-5-Injektion in The Witcher 3: Wild Hunt — Remastered meldete mehr Gesichtsdetails, aber auch einen deutlichen Leistungseinbruch. Auf einer GeForce RTX 5090 mit Pathtracing sank die gerenderte Bildrate ohne Frame Generation von 50 auf 35 FPS – rund 30 Prozent. Die Verarbeitung lief über Community-Tools und war keine offizielle Integration ins Spiel.

DLSS 5 in The Witcher 3: mehr Gesichtsdetails, weniger Leistung

NVIDIA beschreibt DLSS 5 als 3D-Guided Neural Rendering. Das Verfahren nutzt das gerenderte Spielebild und Daten der Engine, um per neuronalem Rendering zusätzliche Beleuchtungs- und Materialdetails zu erzeugen. Es ist eine eigene Verarbeitungsebene neben Super Resolution und Frame Generation.

Für den inoffiziellen Test kamen zunächst ShortFuse’s DLSS 5 Tool und später die Mod von Lecram zum Einsatz. Die beobachteten Änderungen beziehen sich auf die jeweils getesteten Szenen: Gesichter, darunter das von Geralt, wirkten detailreicher. Beim Einsatz von ShortFuse’s Tool fielen zugleich weniger ausgeprägte Lichter und eine leichte Farbverschiebung auf.

Was sich an Gesichtern, Lichtern und Farben änderte

Die Mod von Lecram bietet drei Modelle mit den Bezeichnungen „Default“, „Natural“ und „Cinematic“ sowie Regler für Farb- und Farbtonverschiebungen. Welches Modell besser zur Szene passt, kann laut Testbericht variieren; eine externe Injektion lässt sich im normalen Spielbetrieb nicht bequem für jede Szene umschalten.

Auch die Rechenzeit hängt von der gewählten Verarbeitung ab. Die Mod von Lecram schätzte den Aufwand für neuronales Rendering bei voller 4K-Auflösung auf etwa 8,7 ms. Bei halbierter Auflösung sollte die Zeit laut dieser Schätzung um 3,2 ms sinken – mit Abstrichen bei der Bildqualität.

Zwei RTX-5090-Konfigurationen im Vergleich

Das Benchmarkvideo zeigt The Witcher 3: Wild Hunt — Remastered in 4K mit wechselnden Grafikmodi bis hin zu Pathtracing und DLSS 5 auf einer GeForce RTX 5090.

Beide Messungen stammen aus Pathtracing-Tests mit einer GeForce RTX 5090, erfassen aber unterschiedliche Bildraten. Ohne Frame Generation sank die gerenderte Basisbildrate von 50 auf 35 FPS. In einem separaten Vergleich mit fest eingestellter 6× Multi Frame Generation (MFG) ging die ausgegebene Bildrate von 245–247 auf 180–183 FPS zurück.

KonfigurationDLSS 5 ausDLSS 5 anMessgröße und Veränderung
Frame Generation aus50 FPS (20,0 ms)35 FPS (28,6 ms)Gerenderte Basisbildrate; rund 30 % niedriger
Feste 6× Multi Frame Generation245–247 FPS180–183 FPSAusgegebene Bildrate; rund 26 % niedriger

Die zweite Zeile zeigt die ausgegebenen, durch MFG erzeugten Bilder pro Sekunde – nicht die gerenderte Basisbildrate aus der ersten Messung. Bei einem weiteren Testlauf zielte Dynamic Multi Frame Generation auf 165 Hz und erhöhte den Multiplikator mit DLSS 5 von 4× auf 6×. So wurde der zusätzliche Aufwand in der ausgegebenen Bildrate verdeckt, aber nicht beseitigt.

Was DLSS 5 offiziell unterstützt

Das Video zeigt eine inoffizielle DLSS-5-Injektion in The Witcher 3, Einstellungsmenüs und Spielszenen auf einem GeForce-RTX-4060-System.

Die Injektion in The Witcher 3 lief über Community-Tools und war keine offizielle Integration von NVIDIA oder CD Projekt RED. NVIDIA nannte in seiner am 1. September veröffentlichten Ankündigung NBA 2K27 als DLSS-5-Launchspiel. Als Plattformen für den Start führte das Unternehmen GeForce-RTX-50-PCs und -Notebooks sowie GeForce NOW Ultimate mit Streaming von RTX-5080-Systemen auf.