Alphabet veröffentlichte am 28. Oktober 2026 die Ergebnisse für das am 30. September beendete Quartal. Im folgenden Handelstag fiel die Aktie laut zeitgenössischen Berichten deutlich. Die Zahlen zeigen ein gemischtes Bild: Umsatz und operatives Ergebnis stiegen, während Nettogewinn und verwässertes Ergebnis je Aktie zurückgingen. Ein Verlust auf Wertpapiere belastete den Nettogewinn und das Ergebnis je Aktie erheblich. (Alphabet: Quartalsergebnisse)

Was Alphabet für das dritte Quartal meldete

Alphabet setzte im dritten Quartal 2026 127,577 Milliarden US-Dollar um, 25 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Das operative Ergebnis, also der Gewinn aus dem laufenden Geschäft vor weiteren Ertrags- und Aufwandsposten, stieg um 30 Prozent auf 40,576 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn sank dagegen von 34,979 auf 26,468 Milliarden US-Dollar; das verwässerte Ergebnis je Aktie fiel von 2,87 auf 2,12 US-Dollar.

KennzahlQ3 2025Q3 2026
Umsatz102,346 Mrd. US-Dollar127,577 Mrd. US-Dollar
Operatives Ergebnis31,228 Mrd. US-Dollar40,576 Mrd. US-Dollar
Nettogewinn34,979 Mrd. US-Dollar26,468 Mrd. US-Dollar
Verwässertes Ergebnis je Aktie2,87 US-Dollar2,12 US-Dollar
Google Search & other: Umsatz56,567 Mrd. US-Dollar63,350 Mrd. US-Dollar
Google Cloud: Umsatz15,157 Mrd. US-Dollar30,709 Mrd. US-Dollar

Warum der Nettogewinn trotz höherem operativem Ergebnis sank

Alphabet wies für das Quartal einen Nettoverlust von 8,664 Milliarden US-Dollar aus Wertpapieren aus. Nach Steuern verringerte dieser Verlust den Nettogewinn laut Unternehmen um 6,7 Milliarden US-Dollar und das verwässerte Ergebnis je Aktie um 0,55 US-Dollar. Der Wertpapierverlust umfasst realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste.

Damit gingen das gestiegene operative Ergebnis und der niedrigere Nettogewinn im selben Quartal nebeneinander her: Das operative Ergebnis erfasst das laufende Geschäft, während der Wertpapierverlust zusätzlich in den Gesamtergebnissen berücksichtigt wird. Für Aktionärinnen und Aktionäre lag der Nettogewinn nach bevorzugten Dividenden bei 26,170 Milliarden US-Dollar.

Search und Cloud entwickelten sich unterschiedlich

Der Umsatz der Kategorie Google Search & other stieg im Jahresvergleich um 12 Prozent auf 63,350 Milliarden US-Dollar. Alphabet erklärte, die Suchanfragen seien so schnell gewachsen wie seit fünf Jahren nicht mehr. Bei Google Cloud sprang der Umsatz um 103 Prozent auf 30,709 Milliarden US-Dollar; das operative Ergebnis der Sparte stieg von 3,594 auf 11,121 Milliarden US-Dollar.

Für die Werbeerlöse von AI Mode nannte Google keine Zahl je Suchanfrage. Ars Technica berichtete, Chief Business Officer Philipp Schindler habe erklärt, eine Anfrage über AI Mode bringe weniger Werbeumsatz als eine vergleichbare herkömmliche Websuche. Der Grund seien weniger Anzeigen und niedrigere Preise pro Anzeige.

Ars Technica zufolge stellte Alphabet für 2026 Gesamtausgaben von 195 bis 205 Milliarden US-Dollar in Aussicht und zielte für 2027 auf KI-Investitionen von mehr als 300 Milliarden US-Dollar. Das sind berichtete Planwerte, keine Ausgaben, die Alphabet im dritten Quartal bereits getätigt hatte.

Was der negative Quartals-Cashflow aussagt

Der Free Cashflow (FCF) ist der operative Cashflow abzüglich der Ausgaben für Sachanlagen. Alphabet gab für das dritte Quartal einen FCF von minus 9,065 Milliarden US-Dollar an. Im zweiten Quartal hatte er minus 5,855 Milliarden US-Dollar betragen. Für die zwölf Monate bis zum Ende des dritten Quartals lag der FCF dagegen bei plus 19,747 Milliarden US-Dollar.

ZeitraumFree CashflowZeitraum der Messung
Q4 202524,551 Mrd. US-DollarEinzelnes Quartal
Q1 202610,116 Mrd. US-DollarEinzelnes Quartal
Q2 2026−5,855 Mrd. US-DollarEinzelnes Quartal
Q3 2026−9,065 Mrd. US-DollarEinzelnes Quartal
Bis Ende Q3 202619,747 Mrd. US-DollarZwölf Monate

Alphabet kaufte im dritten Quartal Sachanlagen für 51,355 Milliarden US-Dollar. Diese Ausgaben fließen in die FCF-Berechnung ein. Der negative Quartalswert beschreibt daher einen anderen Zeitraum als der positive Wert für die zwölf Monate bis Ende September.

Wie stark die Aktie nach den Ergebnissen fiel

Ars Technica, BeInCrypto und Bloomberg Opinion nannten am 29. Oktober je nach Beobachtungszeit einen Rückgang von knapp 11 bis etwa 13 Prozent. Diese Angaben beschreiben zeitgebundene Beobachtungen im Handel nach der Veröffentlichung, keine einheitliche Schlusskursmessung.

In Berichten zur Reaktion wurden das Wachstum von Search & other, die niedrigeren Werbeerlöse je AI-Mode-Anfrage, das Ergebnis je Aktie und die hohen Investitionen als Belastungsfaktoren genannt. Die Quartalszahlen liefern zugleich Gegenpunkte: Das operative Ergebnis stieg um 30 Prozent, und der Free Cashflow über zwölf Monate blieb positiv.