Die ESA rechnete am 3. November damit, dass Hera noch im November das Didymos-System erreicht. Für ECP-1, das erste Annäherungsmanöver und den Beginn der frühen Erkundung, war der 4. November 2026 um 01:00 UTC vorgesehen. Diesen Zeitplan meldete Orbinauts unter Berufung auf die ESA-Missionsplanung.
Was Heras geplante Ankunft bedeutet
ECP-1 bezeichnet ein Annäherungsmanöver, mit dem die frühe Untersuchung des Systems beginnen soll. Laut Orbinauts sieht der gemeldete Ablauf wiederholte hyperbolische Vorbeiflüge statt eines stabilen Orbits um Didymos und Dimorphos vor. Die ESA hatte am 3. November erklärt, Hera solle das Ziel im Laufe des Monats erreichen.
Wie stark Hera abgebremst wurde
Nach den beiden Bremsmanövern bewegte sich Hera mit 20 Metern pro Sekunde relativ zu Didymos und Dimorphos. Die ESA bestätigte den Erfolg der Bremssequenz. Der Wert beschreibt Heras Bewegung gegenüber dem Asteroidenpaar.
Für das zweite Manöver, BRM-2, nannte Orbinauts rund 31 Minuten Dauer und eine Verringerung der Relativgeschwindigkeit um etwa 70 Meter pro Sekunde. Der Bericht schrieb diese Angaben dem Hera-Team der ESA zu. Das erste Bremsmanöver hatte NeoTeo bereits zuvor behandelt.
Was Hera auf dem ersten Bild erkannte
Auf einer Aufnahme aus 1.280 Kilometern Entfernung waren Didymos und Dimorphos erstmals getrennt zu erkennen. Dimorphos nahm dabei ungefähr einen Bildpunkt ein. Die ESA veröffentlichte diese Beobachtung am 27. Oktober 2026. Detailliertere Bilder von Dimorphos erwartete sie für den 25. November.
Was Hera und ihre CubeSats untersuchen sollen
NASA-Raumsonde DART traf Dimorphos am 26. September 2022. Hera soll nun den Einschlagort und die Folgen des Aufpralls untersuchen: etwa, ob ein Krater entstand oder sich die Form des Asteroiden veränderte, wie viel ausgeworfenes Material in der Umgebung blieb und welche Masse und innere Struktur Dimorphos hat. Auch mögliche Taumelbewegungen und die Festigkeit des Materials gehören zu den Forschungsfragen der ESA.
Die beiden CubeSats übernehmen spezielle Aufgaben. Juventas soll mit Radar ins Innere von Dimorphos blicken; die geplante räumliche Auflösung beträgt etwa zehn Meter. Milani soll die Mineralzusammensetzung untersuchen. Die Ergebnisse sollen helfen, die Wirkung eines kinetischen Einschlags auf einen Asteroiden besser zu bestimmen. Die ESA beschreibt Heras Missionsziele und die Aufgaben der CubeSats und führt weitere offene Forschungsfragen auf.